Naturfotografie…

Unser Interesse für die Naturfotografie begann mit dem Reisen.

 

Die Schönheit und Vielfältigkeit der Natur hat uns auf unseren Reisen immer fasziniert. Zunächst besaßen wir nur eine Canon Powershot A2000IS Kompaktkamera. Sie schien, für die damaligen Zwecke, völlig ausreichend und das war sie zunächst auch, denn sie machte, wie wir selbst aus heutiger Sicht feststellen, gute und scharfe Bilder.

 

Doch die Ansprüche an die Fotografie wuchsen. Aufgrund einer Reise in den Westen der USA, welcher landschaftlich sehr viel zu bieten hat, entschieden wir uns, eine neue Kamera zu kaufen. Diesmal sollte es etwas Besseres sein, eine Spiegelreflexkamera. Doch aufgrund verschiedenster Tests und Empfehlungen, kauften wir eine Bridgekamera mit Superzoom, die Panasonic Lumix DMC-FZ150.

 

Aus unserer heutigen Sicht, eine Fehlentscheidung. Nicht, dass die Kamera schlechte Bilder gemacht hat, Nein. Die Bilder waren schön, die Farbwiedergabe toll und der Zoom Wahnsinn! Wir haben mit dieser Kamera sehr schöne Fotos gemacht. Sie hat unsere Ansprüche für unsere USA Reise vollstens erfüllt.

 

Doch warum dann eine Fehlentscheidung?

 

Wir befassten uns mehr und mehr mit den technischen und optischen Details der Fotografie. Dies ist, ab einem gewissen Anspruch an Fotos, unumgänglich. Auf unserer Reisen in die USA machten wir ein Foto, das unsere Bridgekamera an ihre Grenzen brachte, zumindest was unsere Erwartungen betraf. Wir fotografierten den Mesa Arch im Canyonlands National Park bei Sonnenaufgang.

 

Bilder davon hatten wir auch schon vielfach im Internet gesehen und wollten unbedingt auch ein solches Foto machen. Nachts in der Früh aufgestanden, um rechtzeitig dieses Naturspektakel erleben zu können, unsere Bridgekamera auf dem Stativ befestigt und die Belichtungszeit eingestellt, machten wir atemberaubende Bilder.

 

Doch dann, am PC, als wir die Bilder bearbeiteten und wir unsere Bilder mit denen von Profifotografen im Internet verglichen fiel auf, dass unsere Bilder, trotz super Objektiv von Leica und 12,0 Megapixel, irgendwie nicht richtig scharf zu sein schienen. Wir machten uns daraufhin mehr mit den technischen Details unserer Kamera vertraut. Schnell wurde klar, der Sensor ist das Problem. In unserer Superzoom-Bridge-Kamera hat man nämlich nur einen kleinen 1/2,3 Zoll Sensor verbaut.

 

Wir befassten uns mehr und mehr mit diesem Thema und merkten dann schnell, dass eine Spiegelreflexkamera doch die bessere Kamera gewesen wäre. Begriffe wie APS/C-Sensor oder Vollformat-Sensor und Brennweitenberechnung waren nun verständlich und wichtig. Nun wurde auch klar, warum einer guten Kamera preislich nach oben keine Grenzen gesetzt sind. Auch die Daten Speicherung der Kamera spielt eine wichtige Rolle. Der Unterschied zwischen JPEG und RAW (Rohformat) und Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom wurden unerlässlich.

 

Um dem Hobby weiter mit Freude nachzugehen und sich fotografisch weiterzuentwickeln, musste eine Spiegelreflexkamera her. Somit kauften wir uns eine Kamera mit APS-C Sensor (Halbformat), die Sony-Alpha 77II. Bei den Fotos zeigte sich sofort ein großer Unterschied, im Vergleich zu den Fotos unserer bisherigen Kameras. Vor allem im Schärfebereich und auch bei lichtärmeren Verhältnissen. Sicher hatten wir vor dem Kauf dieser Kamera auch den Gedanken gehegt, eine Vollformatkamera zu kaufen, doch wir waren überzeugt, dass uns das Halbformat völlig ausreicht. Zudem ist der preisliche Rahmen im Halbformat-Sektor, sowohl bei Kameragehäuse als auch Objektiven, erschwinglicher.

 

So bereitet uns die Sony Kamera viel Freude beim Fotografieren. Und trotz all der o.g. Vorteile einer Halbformatkamera, haben wir uns letztendlich doch eine Vollformatkamera zugelegt. Die Nikon D810 gehört nun auch zu unserem Kamerasortiment.

 

Doch wieso nun doch eine Vollformatkamera?

 

Die Entscheidung für eine Vollformat-Sensor-Kamera kam durch unseren Islandurlaub, denn hier wurde die Halbformatkamera leider nicht mehr all unseren Wünschen und Ansprüchen gerecht. Zum einen störte uns der, bei Halbformatkameras übliche Cropfaktor, welcher gerade bei der Weitwinkelfotografie störend ist und zum anderen die Einbußen bei der Lichtstärke, beim Chip wie auch bei den Objektiven.

 

Der Vollformatsensor bietet die besser Bildqualität vor allem in höheren ISO-Bereichen. Das ist ein Vorteil, den man ganz klar bei Polarlichtfotografie oder Fotografie des nächtlichen Sternenhimmels zu schätzen weiß.

 

Die Natur, mit all ihren verschiedenen Landschaften wahrzunehmen, ist immer wieder faszinierend und begeistert uns immer wieder aufs Neue. Auch der Blick auf die Natur in der gewohnten Heimat hat sich dadurch vertieft. Man entwickelt einen gezielteren Blick für Motive und kann die Natur um sich herum neu entdecken. All die Formen, Farben und Strukturen fotografisch festzuhalten hat sich zu einem gemeinsamen und mit Freude betriebenen Hobby entwickelt.